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IAA 2017: überrascht mit unerwartetem Besucheransturm

Die 67. IAA macht bereits vor dem Öffnen der Türen Schlagzeilen. Gleich elf Automobilhersteller erteilen einer der größten und bedeutendsten Automobilfachmessen der Welt eine Absage.
Auch Dieselgate und Abgas-Skandal warfen im Vorfeld der Messe dunkle Schatten auf glänzenden Lack. Umso überraschender sind die hohen Besucherzahlen des ersten Wochenendes. Keine Spur von gedrückter Stimmung, weder bei den Besuchern noch bei den Ausstellern.
Wir waren vor Ort, haben uns selbst ein Bild gemacht und teilen gerne unsere Eindrücke.
Sonntagsbesuch auf der IAA
Als Besucher auf der IAA sollte man sich gute Schuhe anziehen und auf einen langen Tag gefasst machen. Ein guter Tipp ist es, bereits vor dem Besuch der Messe die wichtigsten Highlights zu planen, denn so ein Tag zwischen Chrom und Warteschlangen endet schnell.
Wer mit dem Auto anreist sollte wissen, dass sich ein Parkhaus gerne mal mit 35 EUR für das Abstellen des Fahrzeugs entlohnen lässt.
Die Internationale Automobil-ELEKTRO-Ausstellung
Wer bisher der Elektromobilität keine Aufmerksamkeit geschenkt hat, wird auf der IAA förmlich davon erschlagen. Autos laden an kleinen, stylischen eZapfsäulen, die das jeweilige Markenlabel zieren und setzen innerhalb und außerhalb der Messehallen ein deutliches Zeichen der Hersteller. E-Mobilität ist so präsent, dass dem Besucher das Fehlen der Marke Tesla erst wieder beim Schuhe ausziehen in den heimischen vier Wänden bewusst wird.
Die Internationale Automobil-TECHNIK-Ausstellung
Neben den automobilen Weltpremieren und Publikumsmagneten wie den Conceptcars dreht sich auf der IAA alles um das neuste Technik Know-How. Und während namhafte Automobilhersteller fehlen, rücken Unternehmen wie Facebook als Aussteller nach. Und auf der ach so verstaubten und tot geglaubten Messe trifft der darüber hoch erfreute Daimler-CEO Dieter Zetsche bei der me Convention auf Facebook-COO Sheryl Sandberg. Zum Video: me Convention Talk: Sanberg and Zetsche
Intelligenz hält Einzug: in den Autos und auf der Messe
Auf den Ausstellungsflächen sieht man die nach wie vor hübschen Messehostessen und -hosts zwischen Besuchern und Autos hin und her laufen. Ihr Job hat sich längst gewandelt. Mit Hilfe von Tablets erklären sie die neusten technischen Raffinessen und Ausstattungen der Fahrzeuge. Auch innerhalb der Autos hat der Touchscreen längst Einzug gehalten. Selbst im Kleinwagensegment, wie dem neuen spritzig gelben Suzuki Swift Sport, lassen sich Radio, Navi & Co. über touch steuern.
Doch damit nicht genug. Autos werden bald so intelligent, dass sie autonom einparken, ja sogar alleine fahren können. Sei es mit oder ohne Anhänger. Anschaulich demonstriert wird dies auf dem New Mobility World Parcours.
Besuchererlebnis IAA
BMW unterhält die Besucher mit einer fantastischen Show, die vergleichbar mit einem Musical ist. Autos statt Darstellern rocken die Bühne à la Starlight Express. Zur Show: Alle neuen BMWs in einem Video
Offroad-Parcours laden mutige Besucher dazu ein, die eigenen Fähigkeiten und die der Geländewagen zu testen.
Am Kia-Messestand können Besucher ein schickes Foto von sich machen lassen und damit an einer Verlosung teilnehmen. Zu gewinnen gibt es einen Kia Picanto GT Line!
Familientaugliche IAA
Kinder können den Hyundai Führerschein machen oder sich mit Lightning McQueen aus Cars ablichten lassen.
Am Sonntag hatte Skoda die beiden Rallye-Rennfahrern Pontus Tidemann und Jonas Andersson zur Autogramm- und Fotostunde eingeladen und VW unterhielt die großen und kleinen Besucher mit Fußballakrobaten.
Faszination IAA
Doch was den Besucher der IAA nach wie vor am meisten fasziniert, sind die Fahrzeuge selbst. Die Autos werden umlagert, angefasst, begutachtet. Außen wie innen. Artig wird in der Schlange gewartet, bis der Fahrersitz frei wird. So auch am Stand von Mazda, die bei der Farbwahl keine Kompromisse machen und bei allen Ausstellungsautos auf eine Rubinrot Metallic Lackierung setzen.
Für einen Überraschungseffekt sorgen die Füchse von Borbet. Sie stellen nicht nur zum ersten Mal das neue Borbet W-Rad live aus, dank ihnen hat es auch Volvo noch auf die IAA geschafft.
Auf der Ecke des Messestandes strahlt die Besucher ein schneeweiße Volvo XC60 zur Begrüßung an.
Eine Erinnerung zum Schluss
Wem das alles nicht reicht und wer unbedingt noch ein Erinnerungsstück an den Tag auf der IAA haben möchte, der kann zum guten Schluss noch im umgebauten VW T1 Bulli von Firestone Car-aoke singen und sich das Video seines Sing-Sangs mailen lassen. Oder soll es doch lieber ein anderes Souvenir sein? Eine selbstgestaltete Handyhülle können Besucher, die etwas Geduld mitbringen, bei SEAT mitnehmen, bevor sie müde und erschöpft die Messe verlassen.
Unser Fazit zur IAA lautet ganz klar: Totgeglaubte leben länger und die beste Meinung ist immer noch die, die man sich selber macht. In diesem Sinne empfehlen wir einen Besuch auf der IAA - machen Sie sich Ihr eigenes Bild.