zum Inhalt springen

zur Navigation springen

Shortfacts über Elektroautos

Fakt ist, das Auto von morgen ist elektrisiert. Das Elektroauto nimmt Fahrt auf. Mr. Tesla, Elon Musk, legte vor und die etablierten Automobilhersteller zogen nach. Spätestens im September 2017 auf der IAA in Frankfurt wurde es auch dem letzten Skeptiker klar, die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch. Der aktuelle Wandel hin zum Elektroauto entwickelt sich von Jahr zu Jahr stärker. Das wird auch von staatlicher Seite unterstützt, denn Ziel der Regierung hat bis 2020 ein klares Ziel vor Augen.
Eine neue Technologie zu der es noch so manche Frage gibt. Diesem Informationsbedarf gehen wir nach, mit einer kurzen Zusammenfassung zum Thema Elektroautos und den wichtigsten Keyfacts.
Definition Elektroauto
Per Definition ist ein Elektroauto, ein rein batteriebetriebenes Fahrzeug, das mit einem Elektromotor und Strom betrieben wird. Die Bundesregierung unterscheidet bei Elektroautos drei Varianten:
1. Reines Elektroauto (BEV – Battery Electric Vehicle)
2. Range Extender (REEV – Range Extended Electric Vehicle)
3. Plug-In Hybridfahrzeug (PHEV – Plug In Hybrid Electric Vehicle)
Bei diesen Elektrofahrzeugen wird zwischen den verschiedenen Antrieben unterschieden. Ein BEV ist ein vollelektrisches Fahrzeug, das keinen Verbrennungsmotor mehr benötigt.
Ein REEV ist ein Fahrzeug mit einem „Reichweitenverlängerungssystem“. Hierbei wird der Verbrennungsmotor nur dann aktiv, wenn die Batterieleistung erschöpft ist.
Der Antrieb des PHEV wird kombiniert aus einem Verbrennungs- und Elektromotor.
Energie
Wussten Sie, dass etwa 160 Windräder für 1 Million Elektroautos ausreichen?
Neben den umweltschonenden Faktoren geht der Fahrspaß nicht verloren. Ein Elektroauto bietet ein außergewöhnliches Fahrerlebnis: kein Schalten, kein Lärm, hohes Drehmoment. Einen Vergleich der Leistung bietet unsere Übersicht der Top 10 Elektroautos 2017.
Finanzielle Begünstigungen
Die Anschaffung eines Elektroautos wird vom Staat finanziell begünstigt. Die Vorteile wirken sich gleich dreifach positiv für die Besitzer von E-Autos aus.
„Umweltbonus“ - Kaufprämie für Elektroautos
Seit Juli 2016 erhalten Käufer eines reinen Elektroautos eine Prämie von 4.000 Euro. Der s. g. Umweltbonus wird zur Hälfte vom Staat und zum anderen Teil vom Hersteller getragen. Wer von dem Bonus profitieren möchte, sollte sich beeilen. Wenn der Topf in Höhe von 1,2 Milliarden Euro leer ist, dann endet die Prämienaktion. Die Mittel sollen voraussichtlich bis 2019 für 400.000 Elektroautos ausreichen. Sollten der Umweltbonus bis Ende Juni 2019 widererwartend nicht ausgeschöpft worden sein, so werden die Gelder verfallen.
Sollte der Netto-Listenpreis des Elektroautos bei 60.000 Euro und höher liegen, ist dieses Fahrzeug von der Förderung ausgeschlossen.
Das Formular für die Förderung finden Sie hier: Antrag Umweltbonus
Kfz-Steuervergünstigung
Elektrofahrzeuge, die bis zum 31.12.2020 zugelassen werden (Erstzulassung), sind für 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Fahrzeuge, die bis zum 17. Mai 2011 zugelassen wurden (Erstzulassung), sind für 5 Jahr befreit.
Im Anschluss an die Befreiung erfolgt eine Steuerermäßigung um 50 Prozent gesenkt.
Weitere Informationen für beispielsweise nachträglich umgerüstete Fahrzeuge gibt es auf der Informationsseite des Zolls: Steuervergünstigungen für reine Elektroautos
Steuerfreie Arbeitergeber-Vergünstigung
Wer als Arbeiternehmer kostenlos oder günstiger bei seinem Arbeitergeber sein Elektroauto tanken darf, muss diesen geldwerten Vorteil nicht versteuern. Dies gilt nur für den Strom, nicht für die Ladeeinrichtung. Sollte der Chef seinen Angestellten auch diese übereignet, muss dafür die entsprechende Steuer für die Schenkung abgeführt werden.
Vor- und Nachteile eines Elektroautos
Die Vor- und Nachteile eines Elektroautos sind ausgewogen. Es lohnt sich somit durchaus, sich mit einem Elektroauto zu befassen. Neben den umweltschonenden Vorteilen bietet das Elektroauto noch weitere Vorteile.
Vorteile
· Elektroautos sind umweltschonend, weil sie keine Abgase erzeugen
· Elektromotoren sind pflegeleicht und nicht so wartungsintensiv wie Verbrennungsmotoren
· Elektroautos die bis Ende 2020 zugelassen werden, sind 5 Jahre von der Steuer befreit
· Niedrige Unterhaltungskosten
Nachteile
· Es ist noch nicht erforscht, wie lange die Batterieeinheiten funktionsfähig sind
· Elektroautos benötigen aktuell noch lange Ladezeiten (bis zu 10 Stunden)
· Der Anschaffungspreis liegt weit über dem eines vergleichbaren Benziners
Lademöglichkeiten
Es gibt fünf verschiedene Arten der Lademöglichkeiten eines Elektroautos. Zu der ersten und langsamsten Variante zählt die häusliche Steckdose. Experten warnen jedoch davor, weil es zu einer Überhitzung der Steckdose kommen kann. Alternativ gibt es die Möglichkeit, sich eine spezielle Ladestation im Eigenheim zu installieren. Diese Wandladestationen bringen Geschwindigkeit in den Ladeprozess. Bis zu 10 Mal schneller lädt die Wandladestation im Vergleich zur herkömmlichen Steckdose.
Die Infrastruktur für Lademöglichkeiten wächst stetig. Besonders Großstädte werden vorrangig mit Ladesäulen versorgt, der dritten Ladevariante. Dort fahren bisher die meisten Elektroautos. In einigen Städten gibt es mittlerweile weit über hundert Ladestationen, um die leisen Flitzer wieder in Fahrt zu bringen.
Abhilfe beim lästigen Zeitaufwand wollen einige Hersteller durch Ultra-Schnellladesysteme bringen. Diese sind in der Lage große Akkus in minutenschnelle aufzuladen. Die Wartezeit soll damit stark verkürzt werden. Die Schnellladesäulen sollen den Prozess auf 30 Minuten reduzieren sollen. Besonders Tesla möchte mit seinem Supercharger seine großräumigen Luxusfahrzeuge binnen weniger Minuten Tankzeit wieder auf die Straße bringen.
Andere haben sich das Fernziel gesetzt, Elektroautos induktiv während der Fahrt oder des Parkens zu laden. Um das zu gewährleisten, müssten in einzelnen Streckenabschnitten auf den Straßen Magnetstreifen eingebaut werden, um ein kabelloses tanken zu ermöglichen.
Wie unterschiedlich die Ladezeiten bei den einzelnen Modellen sind, zeigt unser Vergleich der beliebtesten Elektroautos 2017.
Der Ladeprozess
Doch was passiert eigentlich, wenn man vor einer der besagten Ladestation steht? Zapfsäule, volltanken, weiterfahren. Eigentlich bleibt der Workflow gleich. Im Prinzip stehen Sie wie immer an einer Tanksäule. Der einzige Unterschied besteht darin, dass aus dieser Säule schlicht und ergreifend Strom fließt und das sehr langsam. Für den Autofahrer bedeutet das: Warten, warten, warten. Aus diesem Grund bedarf es einer exakten Zeitplanung, wenn Sie auf Ihr Elektroauto angewiesen sind.
Als weiteres Hindernis beim Tanke galten die verschiedenen Steckertypen. Um ein Steckerchaos zu verhindern, gibt es seit 2014 einen Beschluss der EU. Die Europäische Union entschied einen einheitlichen Standard für den Stecker einzuführen. Die Wahl fiel dabei auf den Typ-2-Stecker, der s. g. „Mennekes“-Stecker, der zuvor bereits in Deutschland verwendet wurde.
Top 10 der meistverkauften Elektroautos 2018
Das Ranking 2018 der beliebtesten Elektroautos zeigt einige große Veränderungen im Vergleich zu 2017. Verkaufsschlager des Jahres 2017 war deutschlandweit der Renault ZOE. 2018 wurde der ZOE von seinem ersten Platz verdrängt. Dafür findet sich Renault im aktuellen Ranking mit dem ZOE auf gleich zwei Plätze der Tabelle. Auf Platz 4 befördern die deutschen Verkaufszahlen den ZOE Intens und auf Platz 7 den ZOE Life.
Aufgesteiger des Jahres ist der BMW i3. Von seinem vorherigen 5. Platz schafft er es bis an die Spitze. Außerdem bleibt er im Ranking nicht allein. So hat es auch ein zweites Modell der Bayern in die Charts geschafft. Der BMW 225xe übernimmt den frei gewordenen 5. Platz des kleinen Bruders i3. Ein hoher Neueinstieg für den 225xe.
Auch smart schafft es mit zwei Modellen in die Verkaufs-Top-10. Der Zweisitzer eq fortwo landet auf Platz 6, während sich der Viersitzer eq forfour zwei Plätze dahinter auf der 8 befindet.
Nissan kann sich mit dem Leaf im Vergleich zu 2017 um einen Platz verbessern und steigt von der 10 auf die 9.
Als Neueinsteiger findet sich der Volkswagen Passat GTE Variant auf Platz 10.
Verabschiedet hat sich Tesla. Weder Model S, noch Model X haben es unter die meistverkauften Elektroautos 2018 geschafft. Dabei belegten die hochpreisigen Fahrzeuge im Jahr 2017 noch gute Mittelfeldplätze.
Grund zur Diskussion gab es bereits über die Förderung der Tesla Modelle. Denn der Netto-Listenpreis eines Basismodels darf für den Umweltbonus nicht höher sein als 60.000 Euro (lt. BAFA-Richtlinien). Trotzdem schaffte es die Marke von Elon Musk auf die Förderliste, von der sie inzwischen aber gestrichen wurde (mit Ausnahme des Model 3 Long-Range Dual Motor AWD). – Liste der geförderten Elektrofahrzeuge
Auch wenn sich die Top 10 der Absatzzahlen gut liest, ist die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland noch verhalten. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden im Januar 2019 4.648 Batteriefahrzeuge neu zugelassen. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Plus von 68,2 Prozent. Der gesamte Marktanteil an Elektroautos in Deutschland beträgt jedoch lediglich 1,7 Prozent. Hybridfahrzeuge liegen zu Beginn des Jahres 2019 bei 5,7 Prozent.
Die größten Abnehmer neuer Elektroautos sind Unternehmen. Sie rüsten ihre Dienstflotten elektrisch auf.
Bestand der Elektroautos in Deutschland 2018
Trotz der positiven Trendentwicklung und der stetig steigenden Absatzzahlen der Elektroautos, wird das Ziel der Bundesregierung von eine Million Elektrofahrzeugen bis zum Jahr 2020 nicht erreicht werden. Deshalb ist davon auszugehen, dass diese Marke für 2020 angepeilt wird und auch der damit verbundene Fördertopf erhalten bleibt. Dieser endet ursprünglich geplant im Juni 2019. Da sich im Topf noch 465 Millionen Euro befinden, ist davon auszugehen, dass der Zeitraum für die Prämie beim Kauf von Elektroautos verlängert wird.
Statista: Anzahl der Elektroautos in Deutschland 2006-2018
Top 10 der beliebtesten Elektroautos in Deutschland 2017
Die deutschen Elektroautobesitzer lieben den Renault Zoe. Der kleine Flitzer belegt den 1. Platz der Top 10 der beliebtesten Elektroautos (nach Verkaufszahlen) in Deutschland. Wir haben uns die zehn Modelle mal genauer angesehen und einen Vergleich der wichtigsten Kennzahlen aufgestellt. Denn neben dem Preis sind auch die Ladezeiten und die Reichweite besondere Faktoren beim eAuto-Kauf.
Der Großteil der Elektroautos bewegt sich bei einer Ladezeit zwischen 6 und 17 Stunden. Übernacht und bei der Arbeit lässt sich der Akku damit problemlos wieder aufladen. Anders sieht das bei Tesla aus. Model S (75 D) und Model X (75 D) benötigen zwischen 30 und 40 Stunden zur vollständigen Akkuaufladung. Das fordert vom Fahrer eine gute Planung, denn der Tesla ist an seinen „Ladetagen“ nicht einsatzbereit.
Vielleicht war es die Reichweite, die den Renault Zoe auf den ersten Platz katapultiert hat, denn diese reicht immerhin bis zu 400 km weit. Das schaffen ansonsten nur die Tesla Modelle und der Nissan Leaf.
Wer nicht auf Leistung verzichten möchte, der kann sich am BMW i3 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h halten oder am Hyundai Ioniq, der es auf bis zu 165 km/h bringt. Spitzenreiter ist beim elektrisierten Geschwindigkeitsrausch ist der Tesla mit über 200 km/h. Dieses Tempo lässt sich Tesla gut bezahlen. Mit 69.019 Euro und 91.250 sind das Model S (75 D) und Model X (75 D) die Spitzenreiter dieser Top 10. Die acht weiteren Modelle bewegen sich zwischen 21.700 Euro und 37.550 Euro.
Die hier genannte Dauer der Ladezeit bezieht sich auf die Anbindung an eine haushaltsübliche Steckdose. Schnellere Ladezeiten werden über spezielle Ladestationen erzielt.
Bestand der Elektroautos in Deutschland
Der Bestand der Elektroautos in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, wie die Auswertung von statista zeigt. 2016 waren bereits 25.502 Elektroautos angemeldet. Das langfristige Ziel der Bundesregierung für das Jahr 2020 liegt bei 1 Million Elektrofahrzeuge.
Ordentlich Spritgeld gefällig?
Einfach beim Strom sparen.
Was für mich möglich ist: hier unverbindlich Rechner ausprobieren.